Easy Cart und
Easy Tools ist eine umfassende
All-in-One-Plattform für digitale Ersteller, die von einem polnischen Team entwickelt wurde. Sie ermöglicht den Verkauf von Produkten (z. B. Kursen, E-Books) ohne Programmierkenntnisse und bietet u. a. das EasyCart-Zahlungsmodul sowie Tools zur Handhabung von Steuern und Rechnungen. Obwohl Easy Tools eine komfortable Komplettlösung bietet, suchen viele nach Alternativen, die besser zu ihren spezifischen Bedürfnissen passen. Nachfolgend stellen wir die
besten Alternativen zu Easy Cart und Easy Tools vor und vergleichen deren Besonderheiten, Anwendungsfälle und Empfehlungen je nach Art der Tätigkeit des Erstellers.
Beliebteste Alternativen – Vergleichstabelle
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Alternativen zu Easy Cart/Tools. Sie enthält den Plattformtyp, das Kostenmodell und empfohlene
Anwendungsfälle:
| Tool | Plattformtyp | Kosten (Gebühren) | Bester Anwendungsfall |
|---|
| Stripe | Zahlungsgateway / Checkout | Provision ca. 2,9 % + Festgebühr pro Transaktion (kein Abo) | Schneller Verkauf eines einzelnen Produkts oder einfacher Dienstleistungen (Zahlungsintegration auf eigener Website) |
| Shopify | E-Commerce-Plattform (SaaS) | Abo ab ca. 39 $/Monat + Transaktionsgebühren | Vollwertiger Online-Shop mit vielen Produkten (physisch oder digital), umfangreiche Shop- und Logistikfunktionen |
| WooCommerce | E-Commerce-Plugin für WordPress | Kostenloses Plugin (Hosting-Kosten + Zahlungsgateway-Provisionen) | Shop auf eigener WordPress-Website – volle Kontrolle, kein Abo, aber technisches Selbstmanagement erforderlich |
| Gumroad | Content-Verkaufsplattform (MoR) | Kein Abo; Provision ca. 10 % + 0,50 $ pro Transaktion | Verkauf von E-Books, Videokursen, Grafiken und anderen digitalen Produkten ohne eigene Website |
| Lemon Squeezy | Plattform für Ersteller (MoR) | Kostenloser Plan: 5 % Provision + 0,50 $; kostenpflichtige Pläne mit niedrigerer Provision | Verkauf digitaler Produkte (z. B. Software, Abonnements, E-Books) mit automatischer Steuerbehandlung und eigenem Mini-Shop |
| Sellfy | Shop-Plattform für Ersteller | Kostenloser Plan (Einschränkungen + 5 % Provision) oder Abo ab 19 $/Monat (0 % Provision) | Verkauf digitaler und physischer Produkte durch Online-Ersteller; schneller Start des eigenen Shops ohne Programmierung |
Abkürzungen: SaaS (Software as a Service) – cloudbasiertes Abo-Tool;
MoR (Merchant of Record) – Plattform, die als formaler Verkäufer agiert und Steuern/MwSt. im Auftrag des Erstellers abwickelt.
Wann sollte man welches Tool wählen? (Anwendungsfälle)
Die Wahl der idealen Plattform hängt davon ab,
was du verkaufst und welche Funktionen du benötigst. Hier vergleichen wir Anwendungsfälle – Situationen, in denen eine bestimmte Easy Cart-Alternative am besten funktioniert:
-
Verkauf eines einzelnen Produkts oder einfacher Dienstleistungen: Wenn du schnell ein
einzelnes digitales Produkt (z. B. ein PDF, eine einzelne Aufzeichnung) oder eine Dienstleistung anbieten möchtest, ohne einen vollständigen Shop aufzubauen, ist
Stripe eine gute Wahl. Stripe ermöglicht es, sofort einen Zahlungslink zu erstellen oder einen Checkout-Button in deine eigene Website einzubinden – Provisionen beschränken sich auf Transaktionsgebühren. Kein Abo, keine komplizierte Einrichtung – ideal für die schnelle Monetarisierung einzelner Angebote.
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Ein umfassender Shop mit vielen Produkten: Wer einen
vollwertigen Online-Shop mit umfangreichem Produktkatalog, Integrationen (z. B. Kuriere, Lager), verschiedenen Zahlungsmethoden und Versandoptionen plant, ist bei
Shopify gut aufgehoben. Es ist eine der beliebtesten E-Commerce-Plattformen der Welt mit fertigen Shop-Vorlagen, Bestandsverwaltung, Zahlungsintegration und sogar Social-Media-Verkaufsunterstützung. Shopify läuft auf Abonnementbasis, bietet dafür aber ein umfassendes Tool von A bis Z. Wer volle Kontrolle bevorzugt und bereits eine WordPress-Website hat, kann auf
WooCommerce zurückgreifen – es verwandelt eine WP-Seite in einen Shop, erfordert aber die eigenständige Verwaltung von Hosting, Sicherheit und Add-ons.
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Verkauf digitaler Produkte (E-Books, Grafiken, Downloads): Für den schnellen Verkauf digitaler Inhalte sind Plattformen ideal, die speziell für Ersteller entwickelt wurden.
Gumroad ist eine bekannte Lösung, mit der du E-Books, Musik, Grafiken, Bildungsmaterialien oder Lizenzen verkaufen kannst – ohne eigene Website. In wenigen Minuten erstellst du eine Produktseite auf Gumroad und teilst sie mit Kunden. Beachte jedoch: Gumroad arbeitet mit Provisionen – der kostenlose Plan zieht ca. 10 % + 0,50 $ von jeder Transaktion ab. Eine Alternative mit etwas anderem Modell ist
Lemon Squeezy, eine neuere Plattform mit ähnlichem Konzept, aber niedrigerer Provision (~5 %) im kostenlosen Plan. Lemon Squeezy agiert als
Merchant of Record – es kümmert sich um die Mehrwertsteuererhebung von EU-Kunden und entlastet den Verkäufer. Wer Verkaufsprovisionen ganz vermeiden möchte, sollte
Sellfy in Betracht ziehen – dort kannst du im Austausch für ein festes Abo provisionsfrei verkaufen.
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Verkauf von Online-Kursen und Bildungsmaterialien: Ersteller von Videokursen, Trainingsprogrammen oder Webinaren benötigen möglicherweise spezifische Funktionen wie Lektionen in einem E-Learning-Modul, Quizze, Abschlusszertifikate oder geschlossene Foren. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf
dedizierte Kursplattformen wie
Teachable,
Thinkific oder
Podia. Diese Tools ermöglichen nicht nur den Verkauf von Zugängen, sondern bieten auch eine komfortable Kurserfahrung für Teilnehmer (Kapitel, Fortschrittsverfolgung, integrierter Video-Player usw.). Podia erlaubt auch den Verkauf anderer digitaler Produkte und bietet einen provisionslosen Plan mit Abo.
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Monetarisierung von Communities und Fan-Inhalten: Für Influencer, Vlogger oder Podcaster, die über ein
Abonnement- oder „Paywall"-Modell verdienen möchten, ist
Patreon oder sein Äquivalent eine bessere Alternative. Diese Plattformen ermöglichen es, exklusive Inhalte im Austausch für monatliche finanzielle Unterstützung von Fans anzubieten. Provisionen liegen bei ca. 5–12 %, bieten dafür aber Infrastruktur für die Abonnementverwaltung, die Kommunikation mit Unterstützern und die Verteilung von Bonusmaterial. Für einmalige „Kauf mir einen Kaffee"-Zahlungen gibt es einfache Systeme wie
Ko-fi mit minimalen Provisionen für Mikrozahlungen aus der Community.
Empfehlungen nach Ersteller-Typ
Es gibt keine universelle Lösung – eine andere Plattform wird für einen Grafikdesigner, der Designprojekte verkauft, am besten sein als für einen E-Book-Autor. Hier sind
Empfehlungen nach Art der Tätigkeit:
Für Grafikdesigner / Designer
Als Grafikdesigner, Illustrator oder Ersteller digitaler Assets (z. B. Icons, Fonts, Vorlagen) möchtest du wahrscheinlich
digitale Dateien (Bilder, Design-Packs) oder Drucke deiner Arbeit verkaufen. Hier eignen sich
Marketplace-Plattformen oder dein eigener Mini-Shop gut. Um eine große Kundenbasis über eine fertige Plattform zu erreichen, bietet sich
Etsy an – ein beliebter Marktplatz für handgefertigte und kreative digitale Produkte. Für mehr Kontrolle über den Verkauf kannst du
Sellfy oder
Gumroad nutzen, um deine Grafiken direkt an Fans anzubieten.
Für Online-Pädagogen (Kurse, Trainings)
Ersteller von Online-Kursen und Trainingsprogrammen sollten nach auf Bildung ausgerichteten Lösungen suchen. Für einen umfassenden
Online-Kurs (mit Lernmodulen, Video, Quizzen) sind Plattformen wie
Teachable oder
Thinkific ideal – sie bieten eine vollständige E-Learning-Umgebung mitsamt Zahlungsabwicklung. Für einfachere Formate (z. B. einzelne Webinare, Bildungs-E-Books, Beratungen) reichen leichtere Tools:
Gumroad für den Dateiverkauf oder
Zoom + Stripe (Verkauf von Webinar-Zugängen über Stripe, Material per E-Mail geliefert).
Für Influencer / Online-Ersteller
Influencer, YouTuber oder Blogger haben oft eine engagierte Zielgruppe und viele Monetarisierungswege.
Die Plattformwahl hängt vom Umsatzmodell ab. Für
Merch (T-Shirts, Gadgets) eignet sich
Shopify mit einem Print-on-Demand-Dienst wie Printful oder Printify. Für
digitale Fan-Produkte (z. B. Fotofilter, E-Book mit Tipps, Zugang zu exklusivem Vlog) bieten sich
Gumroad, Ko-fi (hat ebenfalls einen Datei-Shop) oder
Stan Store an – ein bei Influencern beliebtes Tool. Für die
Monetarisierung von Premium-Inhalten im Abo-Modell ist
Patreon die beste Option.
Für E-Book-Autoren / Digitale Verleger
E-Book-Autoren müssen entscheiden:
eigenständig verkaufen oder über große Marktplätze? Wer bereits eine aufgebaute Zielgruppe hat, kann das E-Book direkt verkaufen – über
Gumroad, Payhip oder Leanpub. Gumroad ermöglicht die automatische Dateiauslieferung (PDF/ePub) nach dem Kauf. Für maximale Reichweite bietet sich
Amazon KDP (Kindle Direct Publishing) an – das E-Book im Kindle Store gibt Zugang zu Millionen Lesern weltweit. Die Nachteile sind Provisionen (Amazon nimmt ca. 30 %) und die Notwendigkeit, deren Vorschriften zu erfüllen. Viele Autoren kombinieren daher Strategien: Amazon für die Reichweite und eine eigene Plattform (z. B. WooCommerce + Easy Digital Downloads) für treue Fans.
Zusammenfassung
Bei der Wahl einer
Alternative zu Easy Cart und Easy Tools lohnt es sich, die
Besonderheiten der eigenen Tätigkeit und
langfristige Ziele zu berücksichtigen. Easy Tools bietet ein komfortables All-in-One-Ökosystem, aber wie gezeigt, gibt es viele andere Optionen: von einfachen Zahlungsgateways (Stripe) über komplette Store-Plattformen (Shopify, WooCommerce) bis hin zu auf Ersteller ausgerichteten Diensten (Gumroad, Lemon Squeezy, Sellfy und andere). Jede dieser Lösungen hat ihre Stärken und Schwächen – entscheidend ist die Wahl des Tools, das
am besten zu deinen Bedürfnissen in Bezug auf Funktionen, Kosten und Verkaufsmodell passt.